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Wie die Top-Innenarchitekten zu Weihnachten dekorieren

Verspielt, traditionell oder pompös - in der Weihnachtszeit fällt die Dekoration aufgrund des individuellen Geschmacks in jedem Haushalt anders aus. So auch bei den internationalen Top-Interior-Designern, die bereits jetzt verraten haben, in welchem Stil sie ihre Häuser dekorieren werden.

16 . Oktober 2020

In weniger als zwei Monaten kommen wir mit unseren Liebsten wieder vor einem festlich geschmückten Baum zusammen und trällern »Stille Nacht, Heilige Nacht«. Weihnachten steht vor der Tür und damit die wohl festlichste Zeit des Jahres.

In den kommenden Wochen begibt man sich auf den Dachbode, um die über Generationen alte Dekorationen zu suchen und die eigenen vier Wände zu dekorieren. Oder ziehen heuer vielelicht sogar neue It-Pieces und Beleuchtungselemente in die Wohnung ein? Wie man sich auch entscheidet, einen falschen Weg, der festlichen Leidenschaft freien Lauf zulassen, gibt es nicht.

Das zeigen auch die drei Top-Interior-Designer Katharine Pooley, Kelly Hoppen und Martin Waller, die ihre persönlichen Deko-Vorlieben in ihren eigenen Häusern gegenüber independent.co.uk verraten haben. 

Kelly Hoppen

Die gebürtige Südafrikanerin ist einer der gefragtesten Interior-Designerinnen in Großbritannien. Die Einrichtung in zahlreichen Häuser bekannter Stars tragen ihre Handschrift. In der Weihnachtszeit liebt es Kelly Hoppen, sich auf ihre eigenen vier Wände zu konzentrieren und ihr Können unter Beweiß zu stellen. Am liebsten früher als später. »Das Dekorieren zu Weihnachten ist eine der freudigsten Aktivitäten des Jahres. Ich habe es immer geliebt und wenn ich könnte, würde ich am 1. November anfangen«, so Hoppen zu independent.co.uk. 

Und bei der Dekoration überlässt sie nichts dem Zufall. »Ich beginne damit, alles so aufzulegen, dass ich sehen kann, welche Farben und Kugeln ich verwenden möchte. Auf diese Weise gibt es ein System!« Der erste Bereich des Hauses, den sie dekoriere, sei der Flur. Um eine unvergessliche Eingangshalle in einem sanften, harmonischen Ton zu schaffen, verwendet sie Olivenzweige und LED-Kerzen. »Olivenzweige sind wirklich toll, weil sie individuell formbar sind. Und die Kerzen sind praktisch, da man sie immer wieder verwenden kann.«

Um den Farb-Ton durch die restlichen Räume zu ziehen, ist ein »weiß geschmückter Weihnachtsbaum definitiv mein Favorit«. Eines der Dinge, die Kelly Hoppen im Laufe der Jahre gelernt habe, sei, dass selbst wenn man einen kleineren Baum hat, er ausbaubar ist. »Besonders toll sind Palmkätzchen, die Sie im ganzen Baum platzieren können. Dadurch wirkt er voller und größer.« Das Praktische: Sie seien mit jedem Farbschema kombinierbar. »Die Weiden sehen auch in einer Vase fantastisch aus und halten bis zu einem Jahr ohne Wasser.«

Beim Baumschmuck hat Kelly Hoppen ebenfalls ein System entwickelt. »Größere Kugeln platziere ich immer unten und werde nach oben hin immer kleiner.« Für Minimalisten hat die Interior-Designerin einen guten Tipp: Wer keinen Baum hat, kann sich Kränze an die Wand hängen. »Kränze sind nicht nur für die Außenseite der Tür. Sie funktionieren auch im Inneren und eignen sich ideal als Tischschmuck - kombiniert mit Kerzen, Walnüssen und Orangen.«

Katharine Pooley

Für die britische Möbeldesignerin Katharine Pooley hat die Weihnachtszeit etwas Magisches. »Ich liebe es, eine einmalige Magie für die Menschen um mich herum zu erschaffen, die sie dann genießen können - egal, ob alt oder jung«, so Pooley im Interview mit dem independent.co.uk. 

Auch beim Weihnachtsstyling gebe es Trends, die sehr schnelllebig sind. Denen zu folgen, sei jedoch nicht das Ziel. »Es ist wichtig, eine Richtung zu finden, die einem gefällt, und diese dann Jahr für Jahr weiterzuentwickeln. Auf diese Weise habe ich persönlich jedes Jahr ein Schema, das sorgfältig entwickelt wurde und wirklich magisch bleibt.«

Der Fokus in ihrem eigenen Zuhause liege bei Pooley vor allem darauf, dass es für ihre Familie funktioniert. »Die Jungs helfen gerne bei der Auswahl der Dekorationen. Sie lieben Tiere, deshalb verwenden wir eine Auswahl an Vogeldekorationen zusammen mit den traditionelleren Weihnachtskugeln.«

Zu Beginn sei es wichtig, sich das aktuelle Raumschema anzusehen und herauszufinden, wie es sich am besten in ein Weihnachtsschema umsetzen lässt. »Ich möchte nicht, dass meine Weihnachtsdeko sich vom Zimmer oder vom Haus stark unterscheidet. Es soll sich richtig anfühlen«, verrät die Innenarchitektin weiter. Beim Weihnachtsbaum-Schmuck wendet sie ein »Layering an, um sicherzustellen, dass er ein volles Aussehen erhält.«

Martin Waller

»Ich mag es, die Saison in meinem Interieur zu erkennen, daher dekoriere ich relativ früh, jedoch nicht zu früh«, so Interior-Designer Martin Waller. Und für ihn kann es an Weihnachten nicht genug sein: »Beim Dekorieren zu Weihnachten gilt definitiv mehr ist mehr.« 

Das Zuhause sei ein Spiegelbild des Bewohners und seiner Persönlichkeit, und dies gilt für saisonale Dekorationen genauso, wenn nicht sogar mehr, als für ganzjährige Innenräume. »Zum Beispiel steht meine geschätzte Sammlung alter Spielzeuge zur Weihnachtszeit im Mittelpunkt. Ich sammle Gegenstände und mein Zuhause ist voller Stücke, die ich im Laufe der Jahre von meinen Reisen mitgenommen habe.« Weihnachtsschmuck sei keine Ausnahme. »Ich versuche jedes Jahr, ein oder zwei Artikel zu meiner saisonalen Sammlung hinzuzufügen«, verrät Martin Waller.

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