© WhiteWall RoomView

Trend: Produkt-Visualisierungen vor dem Möbelkauf

Die Fashion-Branche hat es schon getan und auch die Möbel-Industrie springt nun langsam, aber doch auf den Zug auf: Einige Anbieter versuchen bereits die Wohnungseinrichtung auf dem Handy visualisierbar zu machen, um den Online-Kauf einfacher und erfolgreicher zu gestalten. LIVING hat sich den Trend genauer angesehen.

14 . Mai 2021 - By Tamara Gaider

Bei Mister Spex kann man mit einem spontan gemachten Selfie am Handy Brillen probieren, bei Fossil bereits Uhren aufs Armgelenk zaubern lassen und auch Schuhe kann man bereits visuell anprobieren, bevor man den Bestell-Button drückt. Praktisch, oder? So bekommt man das Gefühl, nicht die Katze im Sack zu kaufen, sondern schon vorab eine genaue Vorstellung davon zu bekommen, wie die Kleidungsstücke im »Real Life« aussehen werden.

Es war somit nur eine Frage der Zeit, bis auch die Möbel-Industrie den Trend erkennt und ihn umsetzt. Immerhin macht es vor allem bei so wichtigen Käufen wie jenen von Einrichtungsgegenständen Sinn, die begehrten Stücke erst einmal in der richtigen Umgebung zu sehen. Allerdings gibt es auch einige Nachzügler, bei denen der Trend sich noch nicht so richtig durchsetzen kann.

Vorreiter: Bilder an der Wand

Ein gutes Beispiel für Innovationen in diesem Bereich ist der neue »WhiteWall RoomView«. Er verbindet die Visualisierung mit Bildern mit persönlicher Fachberatung. Dabei geht es um den Entscheidungsprozess von Wandbildern: Die innovative Erfindung ermöglicht es, die eigenen Fotografien in den eigenen Räumen vorab sichtbar zu machen und kombiniert die bestmögliche Visualisierung mit kompetenter Onlineberatung durch Fachexperten.

Die eigene Fotografie als Wandbild auszuwählen kann durchaus ein herausfordernder Entscheidungsprozess sein. Die Vielfalt der Möglichkeiten, wie zum Beispiel Formate und Rahmen, müssen perfekt zum Bild, aber auch zum Raum und den vorhandenen Platzverhältnissen passen. Wie sieht das eigene Wandbild im Home-Office, im Wohnzimmer oder auch im Vorzimmer aus? WhiteWall will diese Entscheidungen künftig einfacher machen.

Und so funktioniert es: Der »WhiteWall RoomView« wurde auf der Website integriert, so bedarf es keiner zusätzlichen Software. Es werden zwei Fotos benötigt: ein Foto vom Raum oder einer Wand sowie ein Foto, das als Wandbild produziert werden soll. Der Upload des Raumbildes kann entweder über den Computer oder mit dem Smartphone erfolgen – einfach und intuitiv via QR-Code anwendbar. 

Außerdem gibt es neben »Raum vermessen« eine weitere Funktion, die den Wandbereich freigibt, nämlich »Wand leeren«, um die Visualisierung noch realistischer zu gestalten und beispielsweise bereits hängende Bilder »verschwinden« zu lassen.

Visualisierungen vor dem Haus-Kauf

Fotorealistische 3D-Visualisierungen werden auch immer öfters von Häusern gestaltet, die eigentlich bis dato nur auf dem Plan bestehen oder gerade erst gebaut werden. Vielen Menschen fehlt allerdings das Vorstellungsvermögen, wenn sie nur einen abstrakten Plan in den Händen halten. Deshalb gilt auch hier: Je realistischer die Bilder gemacht werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich mögliche Interessenten für das neue Eigenheim bewerben.

Dabei werden Außen- sowie auch Innenvisualisierungen nahezu realitätsgetreu gefertigt, wobei hier Fotografie mit Computertechnik kombiniert wird, wie beispielsweise »PicMyPlace« beweist. Bei den finalen Visualisierungen ist man sich oft gar nicht mehr sicher, ob es sich nicht tatsächlich um ein echtes Foto handelt. 

Nachzügler: Interior-Branche

Die Nachzügler des Trends der Visualisierungen sind allerdings leider noch die Möbelhäuser: Eine Couch ins eigene Zimmer projizieren lassen ist in der Branche noch kaum üblich. Da stellt sich die Frage: Wieso? Gehen die Kunden lieber ins Geschäft, und hat das Angreifen doch noch zu einen hohen Stellenwert? Beim Konfigurieren sind die Möbelhäuser bereits technisch am neuesten Stand: Man kann sich Küchen, Bänke, Schränke und vieles mehr individuell am Schirm zusammenbauen und begutachten.

Deshalb ist eines sicher: Es wird nicht mehr lange dauern, und dann wird man sich auch eine neue Küche am Bildschirm in die eigenen vier Wände stellen lassen können. Und man darf gespannt bleiben, welche Unternehmen den Trend als Erstes aufgreifen werden. 

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