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Die besten Rasenroboter im Überblick

Nie wieder selber mähen. Heutzutage tummeln sich Rasen­roboter in den Gärten und machen saubere Arbeit.

09 . Juni 2017 - By Jan Fischer

Früher war ja bekanntlich alles besser. Auch die Zukunft. Da würde es Roboter geben, die für uns Kochen, Reparaturen im Haushalt erledigen und selbstverständlich den Rasen mähen. Nichts war’s! Heute, wo wir ja so was von in der Zukunft leben, müssen wir uns um Küche und Haushalt immer noch selbst kümmern. Nur beim Rasenmähen wurden wir von den Zukunftsaussichten der Vergangenheit nicht enttäuscht: Die elektronischen Rasenpfleger sind endgültig in der Realität angekommen.

Für viele Menschen ist es mittlerweile ein Vergangenheitsszenario, dass der Rasen erst dann gemäht wurde, wenn die eigenen Kinder anfingen, sich im hohen Gras zu verirren. Denn für mehrere Stunden einen stinkenden Verbrennungsmotor durch den Garten zu schieben, gehört wohl für die wenigsten zu den Highlights eines sonnigen Wochenendes. Seitdem dieser Job an Vollzeitgärtner abgegeben werden kann, haben sich Vorgärten regelrecht in Golfrasen verwandelt – und das ohne jeglichen Aufwand.

Von der Funktionsweise sind die Rasenroboter alle recht ähnlich: Elektrisch angetrieben, suchen sie sich (mit unterschiedlichen Suchmustern) selbstständig einen Weg durch den Garten und mähen täglich den Rasen. Die Elektronik sorgt dafür, dass kein Fleck ungemäht bleibt. Die Grenzen des Mähbereichs signalisiert ein im Gras gelegter Begrenzungsdraht – den muss man allerdings bislang noch selbst verlegen.

Bei der Intelligenz der Rasenroboter gibt es enorme Unterschiede. Günstige Einstiegsmodelle mähen zwar auch passabel, lassen Komfortfunktionen wie eine eigene Handy-App (über die man diverse Details der Mähroutine einstellen kann) aber vermissen. In der Ober­liga haben die Robos sogar Internetzugang und bestimmen anhand der aktuellen Wettervorhersage den idealen Mähzeitpunkt.

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Robomäher ist die Akkukapazität. Die bestimmt nicht nur, wie lange der Robo zwischen Ladezyklen im Grünen verweilen kann, sondern vor allem die maximale Gartenfläche, die er sinnvoll bespielen kann. Jeder Hersteller bietet hier meist mehrere Versionen desselben Modells an, die sich lediglich durch die vorgesehene Rasenfläche unterscheiden. Wer meint, hier Geld sparen zu können, liegt falsch: Ein Mähroboter, der auf 300 Quadratmeter ausgelegt ist, wird auf einem 3000 Quadratmeter Grundstück früher oder später mit dem Mähen nicht mehr nachkommen und im hohen Gras stecken bleiben. Man sollte also die Maximalfläche in den Herstellerangaben möglichst an die Grundstücksfläche anpassen.

Für alle Gegebenheiten

Wer ein Hanggrundstück besitzt oder einen besonders unebenen Rasen hat, sollte auf die Geländegängigkeit des Robos achten. Einige Modelle kommen nur mit flachen Grundstücken gut zurecht, andere können es mit bis zu 40 Prozent Steigung aufnehmen. Wer einen Garten mit Offroad-Charakter hat, sollte zudem ein Modell mit Internetverbindung wählen. Bleibt der Robo stecken oder findet er den Weg zur Ladestation nicht mehr, gibt er per App Bescheid und verrät auch, wo er liegen geblieben ist. Ansonsten wundert man sich irgendwann, weshalb der Rasen immer höher wird, und man darf schluss­endlich den verschollenen Gärtner suchen.

Preislich stellen die Robomäher eine beträchtliche Investition dar. Die Einstiegs­preise der elektronischen Kollegen sind schnell im vierstelligen Bereich. Neben der reinen Zeitersparnis sollte man da noch bedenken: So schön wie mit dem Robomäher wird es im Handbetrieb nie und nimmer – dafür müsste man schon täglich mit dem Mäher ausrücken. Zudem sind die Robos enorm nervenschonend – dank Elektromotor arbeiten sie nämlich flüsterleise. Da kann man sich doch entspannt am Wochenende in den Garten setzen und dem Gras beim Geschnittenwerden zusehen. 

Rasenroboter im Überblick:

Was ist zu beachten

  1.  Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl des richtigen Mähroboters ist die Rasenfläche, die er zu bewerkstelligen hat. Robomäher sind auf bestimmte Maximalflächen ausgelegt. Ist der Garten zu groß, wird das Schnittbild unregelmäßig, da der Rasenmäher nicht mit dem Schneiden nachkommt.
  2. Die Installation des Roboters kann zwar selbst gemacht werden, es ist aber sinnvoll, sich von Profis helfen zu lassen. Vor allem, wenn es sich um komplexere Grundstücke handelt.
  3. Sicherheit ist nie verkehrt. Fast alle Robomäher bieten einen Messerschutz. Kleines Minus: Das Schnittresultat leidet darunter ein wenig.
  4. Den Leitdraht sollte man so legen, dass fixe Objekte aus-gespart werden. So findet sich der Roboter auf dem Grundstück besser zurecht. 

Aus dem Living Magazin 03/2017.

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