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Eine Jungdesignerin, die auf feminine Linien setzt, trifft auf einen der Großmeister des italienischen Designs – beide eint ihr Talent, die Grenzen zwischen Indoor- und Outdoor-Design verschwimmen zu lassen.

06 . Mai 2019 - By Christoph Steiner

Soft Revolution

»Meine Arbeit mit all den geschwungenen Linien, weichen Materialien und sanfter Farbwahl spiegelt meine Weiblichkeit wider«, bringt Charlotte Juillard ihre Ästhetik auf den Punkt. Laut Kritikern darf sie ihrer Eigendefinition gerne noch die Adjektive zeitgenössisch, innovativ und sophisticated hinzufügen, denn Juillard gilt in der Branche als der Rising Star. So manchen ihrer Entwürfe kennt man bereits – schließlich war die Französin nach ihrem Studium mehrere Jahre bei Benettons Kreativzentrum Fabrica tätig und hat dort große Erfolge gefeiert. Umso spannender auch ihre Entscheidung, lieber ihr eigenes Studio zu gründen, um noch unabhängiger zu arbeiten. Resultat der neu gewonnen Freiheit sind umjubelte Design-Statements wie das»Lavastone«-Daybed für Ranieri oder ihre Arbeiten für Inspired Sound. Der Schritt habe sie vor allem selbstbewusster gemacht – das zeigt sich bei Charlotte Juillard nicht in plakativen Entwürfen, sondern in noch mehr moderner Eleganz, die auf ihre ganz sanfte Art und Weise nicht weniger kompromisslos ist.

Ideensymbiose

Der Begriff »alte Schule« darf im Falle von Massimo Castagna voller Respekt zur Anwendung kommen. Der Mailänder Architekt und Interior Designer verkörpert all das, was man sich unter italienischer Grandezza vorstellt: edle Materialien, opulentes Design und Glamour. Mit seinem 1986 gegründeten Studio AD Architettura setzt er auf starke Statements – mehr ist mehr! Das gilt auch für seine Arbeiten für Marken wie Galotti&Radice, Henge und Acerbis gleichermaßen wie für die jüngste Kooperation mit dem Luxus-Outdoor-Hersteller Exteta. Lasiertes Mahagoniholz, üppige Kissen aus Leder und unbehandelter Naturstein geben der Linie skulpturale Qualität, die etwas Monumentales mit sich bringt. Ganz dem italienischen Lebensgefühl entsprechend, sind die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum dabei fließend. Bestes Beispiel: Die Couchtische mit Messingverstrebungen und Tischplatte aus Naturstein können gleichermaßen auf der Terrasse einer sizilianischen Villa zum Einsatz kommen wie auch in dem privaten Penthouse in Shanghai, das Castagna kürzlich inszenierte.

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