© Joseph Krpelan, Bildrechte Zement+Beton; Benjamin Kromoser

Beton und Holz: Die robusten Materialien für den Outdoor-Bereich

Langsam aber sicher wird die Garten- und Balkonsaison wieder eingeläutet. Zeit, sich um den Outdoor-Bereich Gedanken zu machen. Dass Beton und Holz die widerstandsfähigsten und elegantesten Materialien für Draussen sind, zeigt das Duo designkollektiv mit ihren Entwürfen und Designs für öffentliche und private Flächen.

17 . März 2021

Das Duo designkollektiv zeichnet sich durch ihren Schwerpunkt auf konzeptionelles Arbeiten aus. Dieser Prozess ist auch an ihren Produkten ablesbar, denen allesamt eine gewisse Selbstverständlichkeit eigen ist. »Jedes Thema, jeder Gegenstand, jede Nutzung verlangt nach einer ganz bestimmten, eindeutigen Form, die es vorab erst einmal herauszufinden gilt», meint Alexandra Spitzer von designkollektiv. »Unseren Projekten gehen eingehende Studien und Analysen voran.« 

Über analytische Skizzen tastet sich Martin Ritt, der zweite der beiden Köpfe von designkollektiv, an diesen Entwurfsprozess heran. »Die spätere Form ist sozusagen ein Nebenprodukt dieser Auseinandersetzung.« Vom Kleinstmöbel bis hin zum Brückentragwerk wagen sich die beiden an jedes auch noch so ungewöhnliche Thema heran und verleihen ihren Objekten dabei immer spannende Individualität.

Schlanke Sitzbänke aus Beton

Die Ästhetik roher Betonoberflächen fasziniert das Duo von designkollektiv seit jeher - das kann man an dem Portfolio des Wiener Studios ablesen. Neben der Veranstaltungshalle »Manta«, die sich wie ein riesiger steinerner Rochen neben der neuen Koralmbahnstrecke aufspannt, laden die Beton-Grillplätze »Donauwelle« an den Ufern des gleichnamigen Flusses Grillwillige ein.

Rechtzeitig zum Start der Outdoor-Saison werden nun die neuen, ultraschlanken Sitzbänke B-737 aus ihren Schalungen befreit. In enger Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur Benjamin Kromoser entwickelt, spannt sich die Sitzbank mit einer schlanken Ansichtsfläche von nur 10 mm über Spannweiten von 1.60 m und weiter. Die minimalistisch anmutende Beton-Basisvariante wurde um eine Holzserie erweitert. Zudem machen verschiedene Add-Ons wie flexible Lehnen oder Sitzauflagen die Bank individuell anpassbar und fit für den gehobenen Outdoorbereich.

Auf Beton folgt Holz

Neben dem Werkstoff Beton fasziniert das Duo auch immer wieder die Vielfältigkeit und Beständigkeit lokaler Holzsorten. Auch hier werden sowohl die Dimensionierung, wie auch die Verbindungsarten hinterfragt und bei Bedarf neu entwickelt. Vor diesem Hintergrund entstand der filigrane Gartenpavillon, der durch die gezielte Anordnung der Lamellensegmente mit Verschlossenheit oder Öffnung Bezug zu seiner Umgebung herstellt. 

Die puristisch japanische Anmutung ist nicht ungewollt, stellt das Salettl doch als Zwischenraum zwischen Garten und Innenraum eine Konzentrations- oder auch Kommunikationszone dar. Das verwendete lokale Lärchenholz wurde durch spezielle Trocknungsverfahren gehärtet und trotzt pur den Wettereinflüssen. Eine Tafel für bis zu 12 Personen findet ebensodarin Platz wie eine Outdoorlounge.

designkolletiv

Das seit 2014 bestehende Studio setzt seinen Schwerpunkt auf den Sektor Interior-, Grafik- und Produktdesign. Als ihren Kernbereich sehen sie die konzeptuelle Projektphase an. Der Entwicklung ihrer Gestaltungskonzepte gehen Studien zu Produkt- oder Objektumfeld nach soziologischen, architektonischen und wirtschaftlichen Kriterien voran. Ihre Erfahrungen in den Bereichen bildende Kunst, analytische Zeichnung, Grafik sowie den handwerklichen Disziplinen zeigen sich im Umgang mit der spezifischen Beziehung von Material und Atmosphären sowie der Sensibilität für die feinstofflichen Aspekte von Räumen und Objekten. Im Rahmen mehrerer umgesetzter Social Business Projekte konnten sien ihren Fokus zudem in Richtung partizipative Planung, sowie sozial- und wirtschaftlich nachhaltige Nutzungskonzepte setzen.

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