Falstaff Online 2022

Falstaff Online 2022

Mit dem Haus Drappier hat ein etwas anderes Champagnerhaus die Szene betreten, das dafür um so erfolgreicher ist. Bis in das Jahr 1808 kann die Familie ihre Geschichte im Champagner-Weinbau zurückverfolgen. Der Familienbetrieb hat seinen Ursprungsort in Urville an der Côte des Bar nie verlassen und ist so immer noch in unmittelbarer Nähe zu ihren Weinbergen ansässig. Immerhin ist dies ein besonderer Teil der Champagne, denn hier haben vermutlich schon die Römer Wein angebaut. Belegt ist auf jeden Fall, dass hier bereits Mönche des Zisterzienserordens der berühmten Abtei von Clairvaux im 11. und 12. Jahrhundert Weinbau betrieben haben. Was vor über 200 Jahren für die Familie Drappier mit wenigen Hektar begann, ist heute auf 62 Hektar angewachsen, die unter Vermeidung des Einsatzes chemischer Mittel bewirtschaftet werden. 27 Hektar davon sind bereits ökologisch zertifiziert. Dieser Weinbergbesitz befindet sich auf einem Kalksockel von jener Art, auf denen auch die großen Chablis Grand Crus entstehen, und ist zu 70 Prozent mit Pinot Noir bepflanzt. Wo immer es geht, wird der Einsatz von Maschinen vermieden und mit Pferden im Weinberg gearbeitet, und die Zugmaschinen werden zunehmend auf elektrisch betriebene Traktoren umgestellt. Was das Familienweingut aber von allen anderen deutlich unterscheidet, ist die Liebe zu raren, vom Aussterben bedrohten Rebsorten, die so gut wie niemand mehr pflegt. So sind 3,5 Hektar den Sorten Arbanne, Blanc Vrai, Fromenteau und Petit Meslier gewidmet, und zwar in Parzellen, die ökologisch bewirtschaftet werden. Diese Rebsorten waren in der Champagne heimisch, gerieten aber zunehmend in Vergessenheit. In gleich zwei Cuvées, der »Quattuor« und der »Trop m’en Faut« (100 % Fromenteau) finden sich diese wieder. Aber auch die anderen Champagner genießen unter Kennern und Liebhabern höchste Wertschätzung. Zu den berühmtesten Kunden des Hauses Drappier gehörte Charles de Gaulle, der nur wenige Kilometer entfernt wohnte. Mit ausdrücklicher Genehmigung seiner Familie durfte Drappier eine Jahrgangscuvée nach ihm benennen.

DETAILS

  • Produktions/Anbauweise: Konventionell

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